Knochendichte-messung mittels DEXA

Knochendichte Messung mittels DEXA ist eine schnelle Methode, um beispielsweise eine beginnende Osteoporose festzustellen und so durch gezielte Therapiemaßnahmen noch rechtzeitig eine schwere Erkrankung zu verhindern. Standardmäßig findet die Messung am Hüftgelenk und an der Lendenwirbelsäule statt.

 

Wann ist eine Knochendichte Messung sinnvoll? Vorsorge, Diagnose und Verlaufskontrolle

Die Knochendichtemessung dient zur Diagnose von krankhaftem Knochenschwund (Osteoporose), zum Beispiel bei älteren Patienten mit Rückenschmerzen oder neu aufgetretenen Wirbelkörperbrüchen.

Sie wird außerdem eingesetzt, um den Erfolg einer Osteoporose-Behandlung zu beurteilen. Dazu wird im Lauf der Therapie in regelmäßigen Abständen die Knochendichte kontrolliert.

 

Warum wird eine Knochendichtemessung durchgeführt? 

Mit zunehmendem Alter kommt es vor allem unter hormonellen Einflüssen zu Abbau- und Ausdünnungsprozessen innerhalb des Knochens sowie an dessen Außenseite. Die Folge dieser Prozesse ist eine verminderte Knochenstabilität mit erhöhtem Knochenbruchrisiko - manchmal schon bei nur geringer Belastung. Besonders gefährdet sind hierbei die Wirbelkörper der unteren Brustwirbel- und Lendenwirbelsäule sowie der Oberschenkelhals. Gemessen wird mit der Dual-Röntgen-Absorptiometrie, dem sogenannten DEXA-Verfahren (Dual Energy X-Ray Absorptiometry).

Die Knochendichtemessung dauert nur wenige Minuten, ist absolut schmerzfrei und nur mit einer sehr geringen Strahlenbelastung verbunden.

 

Wie wird eine Knochendichtemessung durchgeführt

Über die Ermittlung der Knochendichte kann auf die Knochenmasse geschlossen werden. Bei der DEXA-Messung wird der Körper des Patienten sehr schwachen Röntgenstrahlen ausgesetzt, die beim Körperdurchtritt vor allem durch die Knochen abgeschwächt werden. Diese Abschwächung der Strahlen schließlich kann gemessen und abgebildet werden.

 

Osteoporose Früherkennung

Besonders wichtig ist die Knochendichtemessung auch bei der Früherkennung einer Osteoporose. Vor allem bei Frauen in den Wechseljahren und Männern ab 50 Jahren nimmt die Knochendichte rapide ab. Insbesondere, wenn weitere Risikofaktoren bestehen, macht es Sinn, mit Hilfe einer Knochendichtemessung das persönliche Risiko zu ermitteln, an einer Osteoporose zu erkranken.

Wichtige Risikofaktoren für die Entwicklung einer Osteoporose sind zum Beispiel:

  • Erbliche Belastung
  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Untergewicht, Mangelernährung bzw. Vitaminmangel
  • Mangelhafte körperliche Aktivität
  • Längere Kortisontherapie
  • Verschiedene Erkrankungen, zum Beispiel der Schilddrüse, des Magen-Darm-Traktes und der Niere

Bei zu niedrigen Knochendichtewerten kann man vieles tun. Durch die Vorbeugung und die Therapie der Erkrankung lässt sich die Gefahr für Knochenbrüche deutlich senken.
Zustand der Knochendichte- eingeteilt nach Stadien.

  •  Osteopenie (=niedrige Knochenmasse): 

      Knochenmineralgehalt: 
      T-Wert von -1.0 bis -2.5 (Vorstadium der Osteoporose)

  • Osteoporose (Ohne Frakturen): 

      Knochenmineralgehalt: T-Wert <-2.5

  • Manifeste Osteoporose (mit Frakturen): 

      Hier ist der Knochenmineralgehalt so niedrig, 
      dass es zu Knochenbrüchen ohne auslösendes 
      Ereignis (Unfall) kommen kann. (T-Wert <-2.5)


Der Z-Wert hingegen ist ein Maßstab, um die gemessene Knochendichte mit gleichaltrigen Menschen zu vergleichen.

Die S3-Leitlinie zur Osteoporose des Dachverbands Osteologie e.V. (DVO) ist die aktuelle Leitlinie für Diagnose, Prophylaxe und Therapie von Osteoporose in Deutschland, die zuletzt im Oktober 2023 aktualisiert wurde. Sie empfiehlt eine Osteoporosediagnostik bei Menschen ab 70 Jahren und für Risikopatienten.

Weiterreichende Informationen finden Sie nachfolgend unter
- DVO Leitlinie Osteoporose 2023
 

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